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...doch
die ersten Schritte sind getan.
Ein
aktueller Bericht von Tina Bing / Juni 2006
Es ist inzwischen schon viel im neuen Projekt
geworden, sodass ich dies nun aus meiner Sicht mal kundgeben
will.Schon ca. 7 Wochen arbeiten Ricarda, Alex und ich an den
Planungen des Projektes fuer Menschen mit Behinderungen. Es
ist faszinierend, mitzuerleben und dabei mitzuwirken, wie Ideen
Gestalt annehmen und Licht in eine schwer zu durchdringende,
komplexe Sache kommt. Vielleicht fragt sich so manch einer,
was wir denn die ganze Zeit gemacht haben, wenn wir doch erst
jetzt beginnen, die Familien aufzusuchen. In Kurzform gesagt,
haben wir ein Konzept entwickelt, nach welchem wir auch praktisch
vorgehen bzw schon begonnen haben zu arbeiten.
Und unserer Meinung nach macht eine gute Planung
erst ein gutes Projekt aus. Dazu muss ich sagen, dass wir uns
als Team wirklich gut verstehen und daher gleich richtig loslegen
konnten, ohne noch laengere Teamfindungen zu brauchen. Dazu
kommt: Es sind hier vor Ort oft ganz andere Gegebenheiten zu
beachten und erfordern daher mehr Zeit in der Planung.
Unglaublich ist etwa die Tabuisierung des Themas
”Behinderung”. Ich kenne eine Vielzahl unbeholfener
und aberglaeubischer Reaktionen dazu, die dem westeuropaeischen
Leser die Haare zu Berge stehen lassen.
Nun sind wir soweit, dass die ersten Gespraeche
mit einigen Familien beginnen koennen und ich bin schon etwas
aufgeregt deswegen...Wie werden wir Zugang finden zu Menschen
in dieser Lebenslage? Wir als Auslaender zu Menschen dieser
Region? Werden wir noch weitere Familien finden, wo Menschen
mit Behinderung leben? Dafuer suchen wir gegenwaertig oeffentliche
Personen wie Pfarrer und Aerzte auf, damit sie das Projekt und
auch uns kennenlernen und uns vielleicht bei dieser Suche helfen.
Das wird auch noch eine spannende Sache, wollen wir doch nicht
als auslaendische Besserwisser erscheinen , sondern eher einen
Anschub geben. Damit hier in dieser recht provinzialen Zone
auch nach Beendigung des Projektes ein veraenderter Umgang einerseits
zwischen Familienangehoerigen der Menschen mit Behinderungen
gelingt und andererseits zwischen offentlichen Aemtern und Betroffenen
stattfindet.
Um das zu erreichen, ist noch viel notwendig, doch die ersten
Schritte sind getan.
Ein grosser Schritt nach vorn ist meiner Meinung
nach, dass Frank nun auch die geeignete rumaenische Koordinatorin
aus Kronstadt, Brasov gefunden hat. Und nicht nur irgendeine,
sondern er hatte anscheinend ” ein gutes Haendchen”
, denn Marinela ist sehr interessiert und motiviert, an unserem
Projekt mitzuarbeiten. Mir gefaellt es immer, wenn hiesige Projekte
zusammen mit Auslaendern UND Rumaenen laufen, erst dann haben
sie meiner Meinung nach Sinn. Alles andere waere keine Hilfe
zur Selbsthilfe. Und nur westeuropaeisches Denken ueberstuelpen,
davon hat kaum jemand was - hier ist eben Rumaenien.
Das diese Tatsache eben auch mal nervt, merkte
ich wieder, als es mit der Arbeitserlaubnis natuerlich nicht
so klappte, wie geplant.....Viel Zeit und Nerven investiert,
mal sehen, ob es noch gelingt.
Ansonsten muss ich an dieser Stelle mal von
meinem Mann Ronni schwaermen, der seiner arbeitenden Frau selbstverstaendlich
den Ruecken freihaelt, was unsere Tochter Leni betrifft, und
dass obwohl ihm selbst die Arbeit bis zum Halse steht. Ansonsten
Dank an alle fuer Euer Interesse und eure Gebete fuer diese
Projekt!
Tina Bing
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