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Jetzt
tauts und die Mücken tanzen im Garten. Tja, was solls.
Ein
aktueller Bericht von Tina Bing / Januar 2007
So, vor lauter Bericht schreiben für „
Aktion Mensch “ werde ich an dieser Stelle auch auf ein
paar Ergebnisse eingehen. Jetzt, Anfang Februar, haben wir bereits
17 Familien besucht bzw. betreuen sie noch. Weitere 6 wurden
von uns erfasst. Unsere Besuche fanden bisher in 7 von 25 Orten
statt, Personendaten aus weiteren 2 Orten stehen uns zur Verfügung.
Ich finde es spannend, wenn man zu ganz neuen Familien geht,
man weiß nicht, wie man empfangen wird, was einen erwartet….
Die Arbeit mit den Menschen direkt entspricht leider nur einem
Viertel meiner gesamten Arbeitszeit, die anderen Teile gehen
für Arbeit mit öffentlichen Personen und Einrichtungen
sowie Öffentlichkeitsarbeit und Planungen drauf. Doch das
wiederum im Interesse der betroffenen Menschen, das heißt
umso ergebnisreicher ist eben auch die Arbeit in den Familien.
Manchmal ist es allerdings für die Familien schwierig,
jahrelange Gewohnheiten neu zu hinterfragen, das bedarf von
unserer Seite viel Geduld und Motivation. Ich entdecke hier
auf dem Land noch keine Selbstverständlichkeit wie vielleicht
in Deutschland, was das Einbeziehen von professioneller Hilfe
( wie z.B. Physiotherapie ) betrifft. Das ist eher selten. Im
ländlichen Raum vorherrschend ist dagegen die Meinung:
„Man müsse eben allein für die Pflege aufkommen.“
Wir streben an, daß z.B. einiges an Ergotherapie den Angehörigen
gezeigt wird, diese wenden sie dann im Alltag an. Nötige
Impulse zur Verbesserung etc. erhalten sie dann nur in größeren
Abständen. Wie gut tut das, solche Schwierigkeiten im Team
zu besprechen. Umso schwerer wird es mir fallen, jetzt wenn
Cordula geht, erst ein Mal ohne Kollegin weiterzuarbeiten. An
dieser Stelle also die dringende Bitte für Praktikumswillige
– schaut in diese Site unter Praktikantennetzwerk nach
und bewerbt Euch für dieses Projekt!!!! Mit der Kronstädter
Koordinatorin besteht auch regelmäßiger Kontakt.
Ich bin so froh, dass seit Mitte Dezember Raluca als neue rumänische
Koordinatorin alles wieder ankurbelt, was wegen der Kündigung
von Marinela liegen blieb. Hoffentlich halten wir mit ihrer
Hilfe bald diese schon lange beantragte Empfehlung unseres Projektes
durch das Inspektorat Brasov in den Händen. Damit wollen
wir zum einen die Erfassung von Menschen mit Behinderung flächendeckender
vorantreiben, und zum anderen die betroffenen Familien über
gezielte Postsendungen zu unserer Eröffnung der Beratungsstelle
einladen, WENN wir endlich den Raum dafür bekommen haben.
Angekurbelt haben wir jetzt neu schon einiges, bin gespannt.
Nächste Woche gibt es mal wieder ein Großtreffen
in Stein mit alten Kollegen und unserem deutschen Koordinator-
freu mich sehr darauf, denn Kommunikation über 1500 km
Distanz ist wirklich nicht einfach.
Wenn jemand eine Obstpresse bzw. einen derartigen Mixer für
ein leukämiekrankes 13 jähriges Mädchen hätte,
das würde der Familie sehr helfen. Sie benötigen das
wegen ihrer speziellen Ernährung. Ansonsten brauchen einige
der von uns betreuten Leute, auch ein Kind, Gymnastik- und Stachelbälle.
Die kosten in RO doppelt soviel wie in DL. Wer solche abgeben
würde, bitte bei mir melden. Danke!
Ansonsten ist es bei dem Schlamm nicht schlecht, wenn man notfalls
einen 4 Radantrieb nutzen kann, richtig Schnee lag nur eine
Woche, Jetzt tauts und die Mücken tanzen im Garten.
Tja, was solls.
Tina Bing
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