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wird wirklich Zeit für ein derartiges Informations-Büro.
Ein
aktueller Bericht von Tina Bing / Februar 2007
Diesen Winter kann ich nicht wie sonst von
eisigen Temperaturen aus Rumänien berichten – es
ist eben ein warmer Winter, schon Frühling. Auch nicht
schlecht, so sieht man schon grüne Spitzen vor April, was
sonst selten war und das Außenklo verliert an Schrecken.Die
Arbeit im Projekt fordert mich bzw. uns nach wie vor heraus.
Zum einen sind da die 1500 km, die es heißt zur Projektleitung
per E-mail zu überbrücken. Das macht viel Arbeit,
gerade bin ich den Computer satt und könnte mich wieder
mehr an handschriftlichem oder praktischem erfreuen. Das geht
wahrscheinlich so manchem in der Sozialarbeit so, daß
man sich manchmal fragt, was einen vom reinen Bürojob unterscheidet????
Zum Glück gibt es da noch die interessanten
Besuche in den Familien. Letzten Freitag zum Beispiel konnten
in Zusammenarbeit mit Martin aus Dacia, Ergotherapeut, dem Vater
eines kleinen 5-jährigen Jungen mit schwerer Behinderung
mögliche Bewegungsübungen gezeigt werden. Außerdem
erhielt er Unterstützung, was seine zu erledigenden Akten
für die Rente betrifft. Ich hoffe, hier wirklich einen
Anschub zur Selbsthilfe gegeben zu haben.
Ein weiterer Erfolg war unser großes
Teamtreffen, also alle drei Koordinatoren und die Projektmitarbeiter
Ricarda und Alex. Es gelang uns, das erste Seminar für
Erzieher aus Einrichtungen, welche auch Kinder mit Behinderung
betreuen, vorzubereiten. Es wird schon im März stattfinden.
Die Organisation der weiteren Seminare konnte begonnen werden.
Großes Glück hatten wir an jenem Tag mit der Übersetzerin,
welche wirklich schnell und professionell dolmetschte. Ich bin
gespannt, wie das Seminar angenommen werden wird, wie die eventuell
bestehenden Vorbehalte gegenüber Menschen mit Behinderung
seitens des rumänischen Personals erschüttert werden
können….das alles ohne als Besserwisser sondern als
professionelle Kollegen dazustehen. Und trotzdem Klartext zu
reden, was die nötige Wertschätzung der Kinder mit
Behinderung betrifft! Ein sensibles Thema, zumal mir wirklich
in letzter Zeit wiederholt Familien betonten, daß Gott
sie mit dieser Behinderung gestraft hat. Das genau soll die
große Frage des kommenden Seminars werden.
Neue Familienbesuche stehen die nächsten
Tage an, die rumänischen Prospekte werden hoffentlich in
ein paar Tagen fertig sein. Ein gutes Mittel, um noch mal mit
ganzer Kraft im Ortsamt ( Primaria) Rupea dem Bürgermeister
von der Wichtigkeit eines Beratungsstellenraumes zu überzeugen.
Vielleicht können einige von Euch mit daran denken und
vor allem dafür beten, es wird wirklich Zeit für ein
derartiges Informations-Büro. Danke!
Ich werde gerade arg von innen getreten und
daran erinnert, daß nur noch ein Monat ist bis zum Mutterschutz
– wie schnell wird der rum sein!
Tina Bing
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