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Da Menschen mit Behinderungen in Rumaenien normalerweise nicht jene Foerderung und Unterstuetzung erhalten, die sie benoetigen, vor allem nicht auf dem Land, wollen wir genau das tun! Es soll Beratung und Information jenen Menschen angeboten werden, die entweder selbst Behinderungen haben oder Familienangehoerige pflegen mit Behinderungen.Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe bieten.

Gemeinsam mit dem deutschen Partnervereien VfJ e.V. haben wir als Copiii Europei e.V. das Projekt Gemeinsam Lernen - wuerdevoll miteinander das Leben gestalten initiiert. Mit Hilfe der Aktion Mensch wird das Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren teilfinanziert. Wird arbeiten gemeinsam mit der Universität Brasov und Rumänischen Mitarbeitern.Das Spektrum unserer Projektaktivitäten umfasst:

Aufsuchende Sozialarbeit: Wir suchen betroffenen Familien oder Menschen mit Hilfebedarf dort auf wo sie leben.Mit dieser Niedrigschwelligkeit erreichen wir die Menschen die aus verschiedensten Gründen keine Beratungsstelle aufsuchen würden oder können. Sei es zum einen aus Angst oder Unwissenheit vieler Betroffenen die Hilfe zu beantragen die Ihnen zusteht oder zum anderen Aufgrund der fehlenden Möglichkeiten überhaupt das z.B. abgelegene Dorf zu verlassen.

Beratungsstelle: Im Juli 2007 wurde in Rupea eine Beratungsstelle eröffnet.Sie wird von einer Rumänischen Sozialarbeiterin geleitet.Dort bieten wir Beratung und Informationen für Menschen mit Behinderung. Sie soll sie sich zu einer wichtigen Anlaufstelle für die Familien der Umgebung entwickeln. Dieser zentrale Anlaufpunkt bietet auch Familien aus entfernter gelegenen Dörfern die Möglichkeit für Informationen und Beratung. Die Betreuung jener Familien könnte sonst vom mobilen Dienst nicht in diesem Umfang gewährleistet werden. Die Beratungsstelle stellt einen Knotenpunkt zwischen Klienten und lokalen Angeboten, z.B. Vereinen und Ärzten dar. Gegebenenfalls verweisen wir die Betroffenen weiter.

Weiterbildungen: Im Bildungs- und Begegnungszentrum bieten wir Regelmässig Schulungen für Mitarbeiter die in rumänischen Sozialeinrichtungen tätig sind an. Mittelpunkt der bereits stattgefundenen Weiterbildungen waren Konfliktlösungsstrategien und der Umgang mit schwierigen Situationen im päd. Alltag. Die Blockeinheiten zeichneten sich durch starke Orientierung an den realen Arbeitsalltag der rumänischen Kolleginnen aus. Hierbei kamen verschiedene Methoden der modernen Pädagogik zur Anwendung zum Beispiel die kollegiale Fallberatung, Konfliktberatung, und Elemente aus der Erlebnispädagogik.

 
 
   
 
     
   

Aktuelles

 

Duch die Sozialpolitischen und Wirtschaftlichen Veränderung in Rumänien kam es in den vergangenen 12 Monaten zu massiven Preissteigerungen und rechtlichen Veränderungen die das Projekt für Menschen mit Behinderungen finanziell zusätzlich belasten. Dies war bei der Beantragung der Projektes nicht vorrauszusehen.Dadurch erhöhte sich der Anteil der aufzubringenden Eigenmittel um weitere 9500 Euro bis zum Jahr 2009

- Es wurde ein neuer Mindestlohn für Akademiker eingeführt der für uns eine monatliche Mehrbelastung von 150 Euro pro rumänischen Angestellten bedeutet.

- Durch die Anstellung des rumänischen Personals wurden wir verpflichtet unsere Buchhaltung duch eine staatlich zugelassen Buchhalterin durchführen zu lassen. Das bedeutet eine Mehraufwendung von 70 Euro pro Monat.

- Dazu kammen weitere im Vorfeld nicht absehbare Kosten wie die 315 Euro pro Monat für die Unterbringung eines Mannes mit Behinderung in einem Altersheim die wir übernommen haben

- Erhöhung der Dieselkosten für das Dienstfahrzeug um fast 100 % gestiegene Kosten für Seminare

- Fahrkosten der Koordinatorin zwischen Brasov und Rupea ca. 50 Euro pro Monat.

Mit dieser grossen Belastung sind wir dringend auf jede noch so kleine Spende angewiesen!Falls Sie uns in unserer Arbeit mit einem kleinen Beitrag unterstützen möchten, finden Sie hier die Bankverbindung:

VfJ e.V.
Landeskirchliche Kredit-Genossenschaft Sachsen e.G.
KtoNr.: 102573021
BLZ: 85095164

Bitte geben Sie immer Ihren Namen und den Spendengrund "AKM“ bei Ihrer Überweisung an. Wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, geben Sie bitte auch Ihre Adresse an.Wir danken herzlich für Ihre Unterstützung!


   

 

   
 

 

Beratungsstelle  

Es gibt in der Umgebung um Rupea und in der Stadt selbst keine Beratungsstelle oder andere gleichwertige Informationsstrukturen, welche die Familien mit einem Angehörigen mit Behinderung nutzen könnten. Die nächste Beratungsstelle befindet sich in der 75 km entfernten Stadt Brasov.

Nach langem Suchen und erst vergeblichen Anfragen hat uns die Stadt Rupea einen recht großen und zentral gelegenen Raum für unsere Beratungsstelle zur Verfügung gestellt. Im Juli 2007 wurde sie eröffnet . Dort bieten wir Beratung und Informationen für Menschen mit Behinderung. Sie soll sie sich zu einer wichtigen Anlaufstelle für die Familien der Umgebung entwickeln.

Dieser zentrale Anlaufpunkt bietet auch Familien aus entfernter gelegenen Dörfern die Möglichkeit für Informationen und Beratung. Die Betreuung jener Familien könnte sonst vom mobilen Dienst nicht in diesem Umfang gewährleistet werden. Die Beratungsstelle stellt einen Knotenpunkt zwischen Klienten und lokalen Angeboten, z.B. Vereinen und Ärzten dar. Gegebenenfalls verweisen wir die Betroffenen weiter.

Ich sehe es als eine große Herausforderung, gerade im ländlichen Umfeld, ein solches Informationsbüro einzurichten. Hier, wo uns wirklich Menschen erzählen, dass sie als Strafe Gottes dieses Kind mit Behinderung bekommen haben. In dieser Gegend, wo das ihnen auch von manchen Pfarrern erzählt wird. Etwas so ungewohntes wie eine Beratungsstelle, die auch Raum für Begegnungen der Familien untereinander bieten soll – meiner Meinung nach ein lohnenswertes Ziel.
Tina Bing, Koordinator Rupea


 

   

 

   

 

 

Statements  

Hier finden Sie Statements und Berichte von Mitarbeitern und Praktikanten im Projekt für Menschen mit Behinderung. Sie bekommen einen Eindruck von der Arbeit vor Ort. Statements

Weitere Berichte finden Sie auch in unserer Rubrik Berichte auf der Hauptseite.

   

 

   


 

 

 

Erfolge

 

Seit letztem Winter besuchen wir diese Familie mit insgesamt 3 Kindern. Herr D. kümmert sich liebevoll um Adi, 6 Jahre alt. Er ist seit einer frühkindlichen Meningitis schwer behindert. Gemeinsam mit einem Ergotherapeuten arbeiten wir mit Adi und seinem Vater an der Erweiterung seiner Bewegungen und es gibt es schon viele Fortschritte in Adis Alltag. Außerdem erhält Herr D. die nötige Beratung, um für Adi die Rente zu beantragen. Adi kann spezielles Spielzeug ebenso gebrauchen wie z.B. einen Softknetball.
Kontakt: Tina Bing, Koordinator Rupea : koordinatorin@copiii-europei.org

 

Larisa inmitten in ihrer Familie

 

Larisa Olarescu, 7 Jahre alt
Ich heiße Larisa, wohne mit meiner Schwester Andra , 11 Jahre alt, und meiner Mutter in Rupea, Reps. Das ist eine kleine Stadt von ca. 5000 Einwohnern in Siebenbürgen in Rumänien. Im Herbst komme ich in die 2. Klasse der Grundschule. Als ich 2 Jahre alt war, diagnostizierte man mir Spinale Muskelathrophie Typ 2. Meine Mama passt gut auf mich auf, geht mit mir schwimmen und macht mit mir Gymnastik. Trotzdem habe ich seit ca. 2 Jahren eine schwere Skoliose.

Frau Olarescu:
Der Arzt in Bukarest schlug fuer Larisa eine baldige Skoliose -Operation vor ( Termin war 15.9. ), doch nachdem ich besser informiert war, haben wir die OP abgesagt. Hingegen konnten wir die tägliche Gymnastik mit Larisa durch eine Physiotherapeutin verbessern lassen, und bemühen uns intensiv, ihr ein Korsett anpassen zu lassen- Außerdem haben wir in einer speziellen Klinik in Sibiu für Februar die Möglichkeit für genauere Untersuchungen bekommen! Allerdings wissen wir noch nicht, wie wir bestimmte Hilfsmittel wie eine Spezialmatratze o.ä. bezahlen können und würden uns über Ihre Hilfe sehr freuen! Wir sind auch dankbar über Ihre Gebete für Larisa. Bitte melden Sie sich bei uns!


Tina Bing, Sozialarbeiterin :

Im Rahmen des neuen Projektes : “ Gemeinsam Lernen – würdevoll miteinander das Leben gestalten” für Menschen mit Behinderung hier im Landkreis Reps, Rupea , ( www.copiii-europei ) Rumänien, welches vom Dresdner Verein zur Förderung verhaltensauffälliger und sozial benachteiligter Jugendlicher und deren Familien ( VFJ e.V. ) sowie dessen rumänischen Partnerverein “ Copiii-europei” durchgeführt wird sowie von “Aktion Mensch” teilfinanziert ist, lernten wir als Team im Juli Familie Olarescu kennen. Larisa leidet an einer unheilbaren Muskelkrankheit, wie lange sie sich noch bewegen wird, weiß man nicht.
Wir, das sind Erzieher, Sozialpädagogen und Reha-pädagogen, beraten die Familie in vielen Belangen und werden Ergotherapeuten und Psychologen in unsere Hilfen mit einbeziehen, welche aber bisher in dieser Gegend schwer zu finden sind.! Das heißt, momentan versuchen wir geeignete Unterstützungsmöglichkeiten für sie im Alltag zu finden, das sind Schaumstoffe oder spezielle Sitzkissen, um ihr das Sitzen zu erleichtern. Einen Gymnastikball hätte sie allzu gern, vielleicht benötigt ihn jemand nicht mehr? Oder gar einen in Kindergröße? MANCHMAL gibt es zu diesen Bällen auch eine Sitzhalterung dazu, weil sie gar nicht allein sitzen kann (hingegen auf dem Ball rumrollen kann sie gut!) Wer kleinere Softbälle (für Handtraining) abgeben möchte oder sonstige ergotherapeutische oder orthopädische Hilfsmittel- ( oder einfach nur Steckspiele etc.) kann sich gern bei mir melden. Diese Familien sind trotz allem Engagement zu arm, die Krankenkassen bezahlen nur wenig-
Eure / Ihre Hilfe ist wirklich gefragt!

 

 


07.09.09 Gheorghe stark verwahrlost und hungrig kommt auf der Suche nach etwas essbaren in unsere Beratungsstelle
10.09.07die Koordinatorin organisierte für ihn eine Berechtigung für eine warme Mahlzeit in der Armenküche von Rupea, und versuchte über das Amt für Behinderte einen Heimplatz für ihn zu finden
14.09.07 die Entscheidung wurde getroffen das er vorrübergehend im ökumenischen Wohnprojekt in Stein wohnen kann bis wir etwas geeignetes gefunden haben, Elvira und Rica kümmern sich um ihn, Rampen für den Rollstuhl wurden schnell gebaut.
17.09.07Info von der Rentenstelle darüber wann sie Sprechzeiten haben, es muss geklärt werden wie Georghe in Zukunft an seine Rente kommt.
18.09.07 Praktikantin und Koordinatorin sind in Brasov um mit dem Amt für Behinderte einen Platz und somit eine Lösung für George zu finden.
Das Obdachlosenheim nimmt ihn nicht auf weil er behindert ist.
M an empfiehlt uns ihn als Notfall in ein Krankenhaus zu bringen, die müsten sich dann um ihn kümmern, das lehnen wir ab.
21.09. Ausweis beantragt
24.09. Ausweis wird abgeholt, da er nun als Obdachlos gilt ist keine Bank bereit ihm ein Konto zu geben wo er seine Rente erhält.
ab 15.09. suchen wir mit befreundeten Organisationen nach einer L ösung, in ein Diakonisches Altersheim kann er nicht da er kein Siebenbürger Sachse ist.
Ein Spittal ist überfüllt und will die Kosten nicht übernehmen. Der Rumänische Staat kann uns keine Lösung anbieten
W ir finden das Altersheim \"Petrus si Pavel\"! Unter Zusage das er kein Alkoholiker und Roma ist und wir die gesamten Kosten übernehmen wird er dort aufgenommen. Gesamtkosten für diese Betreuung betragen ca. 2500 bis 31.12.

   


 

 

 

Presseberichte  

Wenn dem Gesetz genüge getan wird von Benjamin Józsa

Rollstuhlfahrer sind in Rumänien eine zweifach unglückliche Menschenkategorie. Sie sind außer ihrer Behinderung auch noch den Tücken des Alltags ausgesetzt, wobei „Tücken des Alltags“ noch eine eher verharmlosende Beschreibung einer Welt ist, in der schon eine Treppenstufe ein unüberwindliches Hindernis darstellt. hier weiter

   

   
Finanzierung   Die Finanzierung des Projektes setzt sich aus einer Förderung durch Aktion Mensch und Eigenmitteln der beiden Vereine Copiii Europei e.V. und VfJ e.V. zusammen. Für einen Zeitraum von 3 Jahren (Mai 2006 – Mai 2009) übernimmt Aktion Mensch einen Großteil der Kosten, alle weiteren Ausgaben müssen also durch Spenden refinanziert werden. Das bedeutet z.B., dass wir nun über ein Dienstauto verfügen, bei den Tankfüllungen allerdings auf Spenden angewiesen sind.
Ebenso werden die drei Koordinatorenstellen, davon eine in Deutschland und zwei in Rumänien, für diese 3 Jahre von Aktion Mensch bezahlt.