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ich würde sagen es ist genau die richtige Praktikumsstelle für mich....
Ein aktueller Bericht von Bettina Miclaus / Oktober 2006

Jetzt, wo ich nun schon über einen Monat hier in Kronstadt (Brasov) tätig bin, möchte ich Ihnen, liebe Leser, von meiner Arbeit hier berichten. Bevor ich dieses jedoch tue, möchte ich kurz berichten, wie es mir in meiner Anfangszeit hier in Rumänien ergangen ist. Ich fuhr in dem Glauben nach Rumänien, hier mein rumänisch verbesser zu können. Dadurch, dass ich bis zu meinem sechsten Lebensjahr in Rumänien (Heltau) gelebt habe und auch des öfteren meine Ferien hier verbracht habe, war schon ein gewisser Grundwortschatz vorhanden. Ich merkte jedoch schnell, dass alle Personen, mit denen ich zu tun haben würde, perfekt deutsch sprechen, wodurch die arbeit für mich natürlich einfacher werden würde. Von der Kirchengemeinde bekomme ich eine süße kleine Zwei-Zimmer-Wohnung zur Verfügung gestellt, in der ich zusammen mit einer FSJ-lerinn, die ebenfalls aus Deutschland kommt, zusammen lebe.Mir fiel es nicht schwer mich hier einzuleben, da alle mich super lieb aufgenommen haben und jederzeit für mich da sind. Nun möchte ich zu dem Punkt kommen, wo ich Ihnen von meiner Arbeit berichte.
Ich arbeite für die Honterusgemeinde, zu der unter anderem die Schwarze Kirche gehört.
Die Schwarze Kirche ist eine Kirch, für die sich ein besuch echt lohnt.Ich meine damit jetzt nicht dass sich Besuche in anderen Kirchen nicht lohnen. Man muß diese Kirche ienmal gesehen haben, sie ist mega groß und sehr schön (sowohl von aussen, wie auch von innen).
Der größte Teil meiner Arbeit besteht darin, ältere Damen (Gemeindemitglieder) einmal wöchentlich zu besuchen und ihnen beim nötigsten zu helfen, das kann auch einfach nur bedeuten ihnen zuzuhören.Das Wort NUR ist in Bezug aufs zuhören etwas falls am Platz.
Viel der Damen die ich besuchen, haben wenig Kontakt zu andern Menschen und sie haben dadurch wenige Menschen die ihnen zuhören. Bei einigen Damen (sie werden hier von uns liebevoll Tantchen genannt) sitze ich den ganzen Nachmittag über mit ihnen am Tisch und höre mir ihre Geschichten an. Die meisten Geschichten handeln von den Zeiten in denen unsere " Tantchen " zur Zwangsarbeit nach Rußland mussten. Die Geschichten sind alle sehr traurig.Wenn ich merke dass sie wieder viel über diese Zeiten nachdenken, versuche ich sie damit abzulenken, dass es ihnen jetzt ja besser geht. Einigen unserer "Tantchen" helfe ich im Haushalt oder gehe für sie einkaufen. Viele von ihnen können entweder durch ihre kranken Beine oder durch ihre kranken Hände, nicht mehr viel arbeit im Haushalt selbstständig erledingen. Dieses nicht mehr selbstständige kochen, putzen ect. zu können fällt ihnen sehr schwer.
Der andere Teil meiner Arbeit besteht darin, in einem Kinderclub (jeden Sam.,mit Kindern von 9-13 Jahre) und in einem Jugendkreis (Freitags mit Jugendlichen von 14-ca. 24 Jahren) mitzuarbeiten. Im Kinderclub nehmen wir grade zusammen mit den Kindern das Thema Noah durch. Wir basteln zusammen mit den Kindern, erzählen ihnen biblische Geschichten, spielen und singen sehr viel. Mit Den Jugendlichen aus dem Jugendkreis haben wir einen Jugendgottesdienst zum Thema "Zeit zu Danken ist Jetzt" vorbereitet und dann auch diesen Gottesdienst gefeiert. Wir haben viele Plakate gebastelt und Flyers gemacht, durch die wir zu unserem Jugendgottesdienst eingeladen haben. Wir haben den Gottesdienst extra am Abend gefeiert, weil wir gehofft haben, dass wir auch Jugendlich dadruch erreichen, die zum Beispiel nicht extra für einen Gottesdienst aufs ausschlafen verziehten möchten. Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass es ein sehr schöner Gottesdienst war.
Ich hoffe man kann aus meinem Bericht heraus lesen wie wohl ich mich hier fühle, ich würde sagen es ist genau die richtige Praktikumsstelle für mich.Ich werde hiersicherlich viel lernen, in Bezug auf die Arbeit mir älteren Menschen, wie auch Methoden der christlichen Kinder- und Jugenarbeit. Und darauf freue ich mich schon sehr.
Zum Schlußß kann ich Ihnen, liebe Leser, nur noch wünschen, dass es ihnen wo sie sich auch grade befinden mögen, es genau so gut geht wie mir hier in Kronstadt (Brasov).
Gottes reichen Segen und eine sehr schöne Zeit bis zu meinem nächsten Bericht wünscht ihen die Bettina

 
 
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