es
geht voran...
Ein
aktueller Bericht von Frank Roth/ Mai 2006
Da die Monatsberichte immer
am 15 jedes Monats nach Deutschland an unseren Web Master und
den Vorstand geschickt werden, beinhaltet dieser Bericht nur
die ersten 15 Tage unseres Aufendhaltes in RO.Das
was ich in den ersten 14 Tagen machte bzw. erlebte kann man
eigentlich in Zwei Sätze erzählen.
gemeinsam mit Ricarda und Alexander, unseren beiden Praktikanten
in Stein, stand ich im Steiner Pfarrhaus und sortierte bzw.
entsorgte was sich so in den letzten ca. 15 Jahren in eine Haus
ansammelt welches nur selten noch für kirchliche Arbeit
genutzt wird. ( Ich kann sagen da sammelt sich eine ganze Menge
an ). Zu unser Freude hatten wir gleich zu Beginn unser Zeit
in Stein eine Jugendgruppe des CJDs aus Dresden zu Besuch die
uns zwei Tage bei der Entkernung des Bades und der Küche
geholfen haben. Diese sollen bis zum Sommer neu vorgerichtet
sein.
Während der Arbeit motivierte uns das dieses Haus in Zukunft
nicht mehr lehr stehen wird sondern als Bildungs- und Begegnungshaus
ein neues Leben bekommt. Einen kleinen Vorgeschmack konnten
wir an eine gemeinsamen Lagerfeuerabend mit den Jugendlichen
des CJDs und Europas Kinder und uns erleben. Die zweite von
mir ausgeführte Tätigkeit war zwar Körperlich
nicht so anstrengend, jedoch für Geist und Seele der reine
Stress. Ich hatte die Aufgabe für unser Projekt Gemeinsam
Lernen – würdevoll miteinander das Leben gestalten
die ersten bürokratischen Hürden zu meistern. Das
bedeutete für mich das ich aller zwei Tage mich ins Auto
setze und nach Brasov fahre um mit den verschiedenen „wichtigen“
Menschen zu klären was wir alles für neue Unterlagen
und Genehmigungen brauchen um Menschen helfen zu dürfen.
So gibt es jetzt ein neues Gesetz welches festlegt das nur noch
Vereine in RO arbeiten dürfen die eine Agretierung haben.
In einen Rechtsstaat würde man das Qualitätssigel
nennen. Nach zahlreichen Gesprechen mit anderen Vereinen und
meinen 14 tägigen persönichen erfahrungen scheind
es hierbei jedoch eher darum zu gehen unliebsame Organisationen
los zu werden.
Nachdem uns das Maß des ganzen bewusst wurde, haben wir
uns entschlossen einen Profi einzukaufen der einen Teil der
Agretierung für uns übernimmt. Bei der Agretierung
handelt es sich um einen ca. 100 Seiten großen Antrag
den Man stellen muss und wo man dann noch die Genehmigungen
des Arbeitsamtes, der Gesundheitsbehörde, der Feuerwehr
und des Bürgermeisteramtes brauch. Wenn man wirklich einmal
alles hat reicht man diesen dann ein und wird dann vor eine
Komision geladen erst wenn diese Damen und Herren der Meinung
sind das man im Sinne des Rumänischen Landes arbeitet bekommt
man die Genehmigung dazu. Wir brauchen diese Agretierung für
die Seminare die wir durchführen wollen. Ob wir eine zweite
Agretierung benötigen für die Praktikantenarbeit kann
uns genau zur Zeit keiner Sagen. Die Kinderhilfsbehörde
mit der wir in den staatlichen Einrichtungen zusammenarbeiten
sagt ja, das zuständige Arbeitsamt welches die Anträge
als erstes begutachtet sagt nein. Ich bin mir sicher es bleibt
Spannend.
Neben diesen Arbeiten
und Erfahrungen kann ich sagen das es sehr schön ist gemeinsam
mit Ricarda und Alexander sowie Ione einen rumänischen
Tischler der uns in Stein hilft den Tag mit einer Andacht zu
beginnen und mit einen Tagesabschluss zu beenden. Mit großen
erstaunen stellen wir immer wieder fest wie gut die Worte Gottes
doch zu unserer Gemeinschaft und der Arbeit passen oft geben
sie uns auch neue Kraft für den bevorstehenden Tag.
Das neue Arbeitsteam
für das „Gemeinsam Lernen – würdevoll
miteinander das Leben gestalten“ Projekt hat sich auch
schon zu mehreren Arbeitssitzungen zusammengefunden. Für
mich als fast Außenstehenden ist es sehr beruhigend und
wohltuhen anzusehen wie dieses Team ( Tina, Ricarda und Alexander)
fast unberührt von den Schwierigkeiten ihre Arbeit begonnen
hat und mit für mich manchmal fast beängstigender
Geschwindigkeit sie vorankommen.
Dazu passt auch das wir dieses Projekt ja eigentlich von der
UNI in Brasov wissenschaftlich begleiten lassen wollten. Als
einige Professoren davon erfuhren Bestätigten sie uns das
es so etwas vergleichsweise es noch nicht im Landkreis gibt.
Die Folge ist das wir einen dreijährigen Partnerschaftsvertrag
mit der UNI abschließen konnten und somit das Projekt
nicht nur begleitet wird sondern auch anerkannte Praxisstelle
für rumänische Studenten geworden ist und sie gemeinsam
mir ihren Professoren daran arbeiten können. Nun sind wir
in der spannenden Situation das die UNI und wir an einen Projekt
arbeiten welches es eigentlich noch gar nicht geben darf laut
rumänischer Rechtssprechung.
Dies scheind jedoch nicht wirklich ein Problem zu sein wie uns
die UNI versicherte da keins der rumänischen Staatsheime
bis zum heutigen Tag die Agretierung bekommen hat also illegal
arbeitet.
Als Schluss kann ich
sagen das es sehr spannend ist gemeinsam mit einer Rosafamilie
die vier Behinderte Kinder hat einen rumänischen Handwerker
und Praktikanten in einen ökumenischen Wohnprojekt zu leben
und arbeiten.
Ich wünsch euch
eine schönen und gesegnete Zeit bis zu meinen nächsten
Monatsbericht.
Der Frank aus Stein |