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Januar
- Februar 2008
Servus zu meinem letzten Monatsbericht.
Ja, so schnell kann es gehen und schon ist ein halbes Jahr vorbei.
Manchmal ging es mir nicht schnell genug und manchmal viel zu
schnell. ich habe zwar immer noch ein paar wochen aber trotzdem
rückt der Abschied immer näher und seltsam gemischte
Gefühle werden in mir wach. Wenn ich an den Abschied, von
all den mir lieb gewordenen Menschen die ich hier kennenlerne
durfte, denke wird mir ganz traurig zu mute, wenn ich aber an
das Wiedersehn mit meiner Familie und meinen Freunden in Deutschland
denke freu ich mich wahnsinnig. Soviel zu meiner Gefühlslage.
Was ist diesem letzten Monat alles passiert? Ich habe noch ein
Schwein mit geschlachtet und Wurst und Sülze gemacht. Und
hier ist der Frühling eingebrochen. Neulich hat mich mein
Vater angerufen und mich gefragt was ich gerade mache weil es
in meinem Hintergrund so zwitschert, er wollte mir nicht glauben
dass das Vögel sind und ich gemütlich draußen
sitze. So ist es aber zur Zeit, um die Mittagszeit herum braucht
man nicht einmal mehr eine Jacke. Endlich fangen die Traktoren
wieder an hier überall herum zu fahren und die Felder zu
machen, und endlich gibt es auch draußen wieder mehr zu
tun. Das alles hebt die Stimmung sehr. Vor allem das endlich
wieder hell ist beim Aufstehen und man nicht mehr das Gefühl
hat Mitten in der nacht aufzustehen.
In diesem Monat waren außerdem drei Geburtstage und damit
verbundene kleine Partys. Bei diesen Partys hab ich festgestellt
was Rumänen wirklich am allerbesten können, Torten
backen. Diese selbstgemachten Torten hier sind, wie meine Mitpraktikantin
immer sagt, zum Niederknien. Neben den Partys war allerdings
auch leider eine Beerdigung für die ich an die befreundete
Familie "ausgeliehen" wurde um da mit zu helfen. Eine
Beerdigung hier ist nämlich ein Kraftakt, es kommen 70
- 100 geladene oder auch nicht geladene gäste zum Essen.
Und da es hier so üblich ist, was ich eine sehr schöne
Sitte finde, darf die Familie in der Zeit der Trauer, also den
Tagen der Totenwache und Beerdigung, nicht arbeiten waren ein
paar befreundete Frauen und ich zum Helfen dort.
Mein rumänisch wird auch immer besser, jetzt wo ich weg
muss, ich hoffe das werde ich nicht so schnell wieder verlernen,
aber ich werde hier einfac ab und zu mal anrufen und rumänisch
reden um das wieder aufzufrischen.
Also dann. Ich wünsche euch viel Spaß mit den Berichten
meiner Nachfolgerin und verabschiede mich hiermit schon einmal.
La revedere si doamne ajute.
Salut Lisuka
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Dezember 2007 - Januar
2008
Ein frohes und gesegnetes neues Jahr an Euch.
Schon wieder ein neues Jahr und diesmal durfte ich den Jahreswechsel
das erste aber hoffentlich nicht das letzte mal in Rumänien
erleben.
Aber ich erzähl mal von Anfang an. Kurz nach meinem letzten
Bericht war ja dann auch schon Weihnachten. Mein erstes Weihnachten
von Zuhause entfernt. Schon echt ein komisches Gefühl,
die wirkliche Weihnachtsstimmung ist bei mir nicht einen Tag
wirklich aufgekommen, auch wenn hier echt viel ähnlich
war wie in Deutschland, der Weihnachtsbaum und so insgesamt
alles schön weihnachtlich geschmückt. Aber irgendwie
hat mir meine Familie echt für die richtige Weihnachtsstimmung
gefehlt. War eine schöne Erfahrung das eben die Familie
und das zusammen sein an Weihnachten das wichtige ist. Es
gab allerdings auch etwas was sich von den typischen deutschen
Weihnachtssitten unterscheidet und diese typisch rumänische
Sitte nennt sich „colindat“. Das heißt man
schnappt sich, wie in unserem Fall die Kinder, oder eben ein
paar Freunde und macht sich auf den Weg zu Bekannten aus dem
Dorf und singt dann dort Weihnachtslieder vor der Haustür,
dann wird man herein gebeten und bekommt Süßigkeiten,
Geld, Kuchen oder ein Glas Wein (Wein natürlich nicht
für die Kinder).
Nach den schönen und entspannten Weihnachtsfeiertagen
folgten dann ja auch schon die nächsten und zwar die
Feiertage rund um Silvester. Ich hatte das große Glück
über .Silvester für vier Tage in ein ca. 260 km
entfernten Ort Namens Arieseni eingeladen worden zu sein.
Und verbrachte somit den Rutsch mit 17 jungen Rumänen
in einem gemieteten kleinen Häuschen in diesem Bergdorf.
Außer einer Wanderung von 40 km bloß um das Feuerwerk
auf dem Skihang zu besichtigen war alles wie eben in Deutschland
auch wenn Jugendliche zusammen feiern. Ich hab natürlich
nur die Hälfte verstanden was aber komischerweiße
überhaupt nicht gestört hat. Wir haben uns trotzdem
super verstanden. Das Problem war eben das die Jugendlichen
hier auch ihren Slang haben und ich, die Hauptsächlich
das Wörterbuch rumänisch lernt, komm da natürlich
kaum mit, wobei ich unter älteren Menschen die eben diese
bestimmten Ausdrücke nicht benutzen sehr gut klar kopmme
und mich normal unterhalten kann.
Doch leider gehen auch die Feiertage irgendwann vorbei und
der Alltag holt einen überraschend schnell wieder ein.
Die Ferien sind vorbei und alles geht seinen gewohnten Gang.
Ich denk jetzt oft an Zuhause, dieses ist mein vorletzter
Monatsbericht, was bedeutet das ich nicht mal mehr zwei Monate
hier sein werde. Ich denke natürlich mit wahnsinniger
Freude auf Zuhause aber es mischt sich auch ein leichtes Wehmutsgefühl
mit ein. Die Leute hier werden mir alle so fehlen, dieses
Dorf und alle Freunde die ich hier echt liebgewonnen habe,
den rumänischen „way of live“ und ganz besonders
den Klang der Sprache. Aber eigentlich will ich da jetzt noch
gar nicht dran denken. Ich kann diese letzten knappen 2 Monate
noch mal richtig genießen und werde dann auch glücklich
nach Hause fahren.
Es sagt ja außerdem niemand das ich nicht wiederkommen
kann.
Bis dahin.
Salut
Lisuka
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November - Dezember
2007
Und schon wieder ein Monat vorbei. Mein mittlerweile
schon vierter Monatsbericht ist an der Reihe. Auch diesen
Monat ist wieder viel passiert. Endlich ist richtiger Schnee
gefallen was natürlich besonders für die Kinder
wahnsinnig aufregend und schön war. Zu unserem Glück
war es auch noch ein Samstag an dem der Winter so richtig
Einbruch gehalten hat. Das heißt wir haben alle Kinder
geschnappt sie bis zur Nasenspitze eingepackt, die Schlitten
vom Boden geholt und sind die Felder hinterm Haus erobern
gegangen. Auf dem Weg haben sich uns noch ein paar Kinder
aus dem Dorf angeschlossen und wir hatten so einen richtigen
schönen Schneenachmittag. Mit Schneeballschlacht und
Schlitten fahren. Die Kinder hatten richtig Spass und wir
„großen“ Mädels mindestens genauso.
Leider ist der Schnee auch genauso schnell wieder geschmolzen
wie er gefallen ist, so das wir die darauffolgende Woche mit
Matsch pur auf den Straßen zu kämpfen hatten. Die
Arbeit ist zum Glück etwas weniger geworden da der große
Ansturm nach dem Transport etwas abgenommen hat, so das auch
ab und an mal eine Minute zum Verschnaufen bleibt.
Am ersten Dezember , dem Nationalfeiertag der Rumänen,
sind Lotte und ich dann nach Alba Julia gefahren, eine etwa
halbstündige Fahrt entfernte Kreisstadt. So haben wir
gleich mehrere Sachen verbunden. Wir sind das erste mal richtig
schön rumänisch Zug gefahren, haben ein riesen Fest
mit erlebt mit Livebands von Pop bis Volksmusik und haben
ein traditionelles ca. 20 minütiges Feuerwerk bestaunt.
Also insgesamt ein gelungener Abend.
Und dann kam der 6. Dezember. Der Nikolaustag. Der wird in
einem Haus mit sechs Kindern natürlich besonders wichtig
genommen. Die Gesichter der Kinder beim aufstehen und bemerken
das ihre Schuhe gefüllt sind haben uns für einigen
Stress im Voraus entschädigt. Auch Plätzchen gebacken
wurde diesen Monat, wie es sich für die Adventszeit gehört.
Außerdem ist jetzt vor Weihnachten in vielen rumänischen
Häusern Schwein Schlachten an der Reihe. Auch da durfte
ich dabei sein und zugucken, mit kosten und mithelfen. Natürlich
nicht direkt beim Schlachten, aber danach beim Teilen und
zubereiten. Für mich verwöhnte deutsche, die ihr
Fleisch beim Fleischer kauft, war das natürlich mal wieder
ein besonderes Erlebnis.
Ansonsten verging dieser Monat mit Weihnachtsvorbereitungen,
Nachwirkungen des Transports (Kartons aus packen) und Schmücken
des Hauses mit Lichtern und allen möglichen Figuren und
Weihnachtsdekorationen. Langsam wird es ruhig und man kann
sich richtig auf Weihnachten einstellen.
Also dann bis nächstes Jahr. Frohe Weihnachten und ein
gesegnetes neues Jahr.
Eure Lisuka.
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Oktober - November
2007
Schon wieder der 15. und die Hälfte meiner Zeit ist fast
um. Mein 3. Monatsbericht ist fällig und ich kann es
noch gar nicht richtig glauben das 3 Monate nun schon vorbei
sind und ich in drei Monaten schon wieder nach Hause fahre.
Der letzte Monat war mal wieder sehr Ereignisreich da der
Hilfstransport aus Deutschland eingetroffen ist. Was echt
viel Arbeit bedeutet hat, und noch bedeutet. Aber auch wahnsinnig
viel Spaß. Der erste Tag, an dem der Transport hier,
in der Villa Kunterbunt, angekommen ist, war am anstrengendsten.
An diesem Tag (ein Montag) war nur ausladen der zwei Lkws
angesagt. An dem besagten Tag war das Magazin (also der zum
Haus dazugehörige Laden) geschlossen, und viele Freunde
aus dem Dorf plus die deutschen Männer, die den Transport
gefahren sind, haben geholfen. Fahrräder, Möbel
und Kartons mit Kleidung mussten ausgeladen und verstaut werden.
Das hat den ganzen Tag in Anspruch genommen. Am Ende des Tages
waren alle glücklich das es geschafft war, aber gleichzeitig
zum Umfallen müde. Als Dankeschön für alle
Helfer gab es dann ein schönes Essen mit dem typisch
rumänischen Salmale (so ähnlich wie Krautrolade)
und natürlich selbstgemachter rumänischer Wein.
Dieser Abend endete allerdings erstaunlich früh. Alle
wussten das der nächste Tag noch mal mindestens genauso
anstrengend werden würde. Und so war es auch, und das
eigentlich den Rest der Woche. Die Dorfbewohner hatten natürlich
mitbekommen das hier neue Sachen aus Deutschland angekommen
waren und somit war das Magazin den ganzen Tag gefüllt
und ein wahnsinniges Gewusel überall. Am Wochenende wurde
es dann etwas ruhiger auch wenn selbst Vormittag plötzlich
Leute im Wohnzimmer standen und irgend etwas wollten. Es war
aber echt schön mal wieder unter deutschen Leuten zu
sein. Das hat ein bisschen Heimatluft mitgebracht. Für
die, die sich vielleicht fragen was mit dem Geld, das durch
den Transport eingenommen wird, passiert. Mit diesem Geld
werden in erster Linie natürlich Rechnungen bezahlt,
wie Wasser, Strom etc. aber und da gibt es auch mal etwas
für die Kinder auf das sie sonst das restliche Jahr verzichten
müssen. Insgesamt ist der Transport wahnsinnig gut und
wichtig für das Haus hier aber alles Gute hat auch seine
Schattenseiten. Durch das Gewusel überall und die vielen
Leute entstand auch jede Menge Stress. Den man dann auch allen
angemerkt hat, da wurde hier und da schon mal ein lauteres
Wort gesprochen. Aber jetzt fast zwei Wochen nachdem der Transport
da war hat sich auch das alles wieder ziemlich beruhigt und
der Alltag hält langsam wieder Einzug. Die Tage im Ausnahmezustand
waren eine echt schöne Abwechslung die viel Spaß
gemacht hat, trotzdem bin ich auch froh wieder etwas runter
schrauben zu können abends nicht Tot ins Bett zu fallen.
Insgesamt sind meine Gefühle gemischt. Es folgt immer
noch Hoch auf Tief und wieder auf Hoch. Es gibt Tage an denen
ich am liebsten gar nicht mehr weg will und Tage an denen
ich denke ich pack das alles nicht mehr und am liebsten sofort
abhauen würde. Aber mittlerweile kann ich damit gut umgehen
so das ich meine Zeit hier größtenteils sehr genieße.
Besonders die Landschaft raubt mir immer noch den Atem. Wenn
die Sonne scheint und man die Schneebedeckten Berggipfel sieht.
Und auch die Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit unter den
rumänischen Männern und Frauen lässt mich immer
noch staunen.
Also dann, bis nächsten Monat, der wahrscheinlich mal
wieder schneller um sein wird als mir lieb ist.
Larevedere Lisuka
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September - Oktober
2007
Servus aus der Villa Kunterbunt. Nun ist
schon der zweite Monat fast vorbei und der zweite Monatsbericht
fällig. Nachdem mein erster Bericht eine eher negative
Färbung hatte kann ich diesmal nur positive Sachen erzählen.
Nach meinen anfänglichen Schwierigkeiten, mich hier einzuleben,
kann ich nun endlich sagen ich bin angekommen. Ich habe das
erste mal nach einem Tag, den ich außerhalb verbracht
habe, sagen können, ich gehe nach Hause. Es erstaunt
mich immer wieder wie viel ich hier lerne. Diesen Monat war
zum Beispiel die Mais- und Kartoffelernte dran. Bei der wir
mithelfen durften. Das ist echte Knochenarbeit, aber da die
Felder oft in den Bergen sind und wir glücklicherweise
schönes Wetter hatten war es wahnsinnig schön, der
Ausblick und die Atmosphäre in den Bergen ist unbeschreiblich.
Außerdem war es toll zu sehn wie sich hier im Dorf noch
alle gegenseitig helfen. Und ein weiterer Grund um das richtig
zu genießen war das Essen, das für alle Mithelfer
dazu gehört. Und zwar sieht das so aus, es wird mitten
in den Bergen auf einer Wiese eine Decke ausgebreitet auf
der dann Brot, Speck, Wurst, Käse usw. ausgebreitet werden
und dann wird mit den Händen einfach gegessen. Es war
außerdem ermutigend von den Dorfansässigen, die
diese Arbeit seit ihrer Kindheit kennen, zu hören das
sie erstaunt sind wie fleißig wir deutschen Städter
doch sein können. Ein weiterer Programmpunkt in diesem
Monat war das Schlachten der Hühner. Auch hier hätte
ich nie gedacht das ich mir so etwas mal trauen würde.
Zwar war ich nicht direkt beim Schlachten dabei, das habe
ich mir dann doch nicht zugetraut, aber beim Rupfen und Ausnehmen
durfte ich dann selber Hand anlegen. Komischerweiße
war das echt interessant und hat mir Spaß gemacht. Alles
Sachen die in Deutschland entweder maschinell oder sehr steril
ablaufen so das ich dort wahrscheinlich nie die Chance hätte
so etwas mit zu erleben. Die freien Wochenenden habe ich,
wie auch schon den ersten Monat mit der zweiten Praktikantin
Lotte und Jugendlichen aus dem Dorf in der dorfeigenen Disko
verbracht, außerdem habe ich das rumänische Oktoberfest,
hier Wein und Bierfest genannt, besucht. Das ist ähnlich
aufgebaut wie die typischen deutschen Oktoberfeste, mit Bier,
Konzert und Rummel. Zum Abschluss gab es außerdem ein
atemberaubendes Feuerwerk. Auch wenn die Arbeit immer noch
teilweise wahnsinnig anstrengend ist und ich oft froh bin
wenn der Tag zu Ende ist, habe ich mich selten so wohl gefühlt
wie hier. Das Verhältnis zu meiner Chefin und den anderen
Angestellten könnte kaum besser sein und die Landschaft
und das Dorf in dem ich hier lebe ist wunderschön. Auch
wenn ein bisschen Heimweh wohl nie ganz weg gehen wird. Ich
freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Monate
hier und bin mir jetzt schon sicher dass ich, wenn ich zurück
in Deutschland sein werde, hier vieles Vermissen werde und
mit Sicherheit diese Zeit hier nicht mein letzter Besuch in
Rumänien bleiben wird. Bis nächsten Monat. La revedere,
eure Lisa.
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August - September
2007
Am 26. 08. 07 bin ich, Lisa Stübner,
also nun endlich in Rumänien angekommen und jetzt seit
knapp 4 Wochen hier. Ich bin 19 Jahre alt und habe im Juli
die Schule mit dem Abitur abgeschlossen. Weil ich aber nicht
mit Theorie weitermachen wollte sondern erstmal etwas praktische
Erfahrung sammeln wollte habe ich mich dafür entschieden
ein soziales Praktikum in Rumänien zu machen. Rumänien
weil ich Freunde habe die hier zwei bis drei Jahre gelebt
und gearbeitet haben und mir viel davon erzählt haben,
dadurch bin ich neugierig auf dieses Land geworden. Der Anfang
hier war ziemlich schwer zum Glück waren die ersten zwei
Tage meine Schwester und mein Vater noch mit hier, das hat
mir sehr geholfen. In den 4 Wochen hab ich schon wahnsinnig
viel erlebt und Rumänien ein bisschen besser kennengelernt.
Ich war auf einer rumänischen Totenwache, da hier im
Dorf vor kurzem ein Mädchen gestorben ist, ein ziemlich
einprägsames Erlebnis. Außerdem habe ich eine Kircheneinweihung
mit einem richtig rumänischen Festessen miterlebt. Und
auch die Jugend hier im Dorf hab ich schon kennen gelernt.
Das klingt jetzt alles wahnsinnig positiv aber es ist auch
wirklich schwer sich hier einzuleben. Die Anforderungen die
hier, in der „Villa Kunterbunt“, gestellt werden
sind mir oft zu hoch, gerade am Anfang hätte ich etwas
mehr Nachsicht erwartet da ich ähnliche Arbeit vorher
noch nicht gemacht habe. Außerdem hat mich die Art und
Weiße wie hier gelebt und miteinander umgegangen wird
etwas befremdet womit ich mich allmählich aber abgefunden
habe, bzw. woran ich mich gewöhnt habe. Unsere Arbeit
besteht darin den Kindern Frühstück und Abendbrot
zu machen, das Haus sauber und in Ordnung zu halten und in
dem dazugehörigen kleinen Second Hand Shop zu helfen.
Außerdem machen wir Spaziergänge mit den Kindern,
malen oder ähnlich. Ich spreche in der Mehrzahl weil
es hier noch eine zweite Praktikantin gibt, Elisabeth aber
von allen Lotte genannt. Bis letzte Woche waren Ferien und
da war das Gewusel hier im Haus schon ziemlich groß
jetzt wo die Kinder Vormittags in der Schule sind ist etwas
mehr Ruhe eingekehrt. Da ist das arbeiten auch leichter und
schneller erledigt und es ist mehr Luft zwischendurch um mal
durchzuatmen. Auch die drei Mitarbeiter die hier noch arbeiten
sind sehr nett und total offen, obwohl wir ein schweres Erbe
anzutreten haben, da alle unsere Vorgängerin in ihr Herz
geschlossen haben, wurden wir gleich nett aufgenommen. Außerdem
hätte ich nie gedacht das ich so schnell rumänische
Wörter lerne, das hat mich echt erstaunt. Ich kann mich
mittlerweile schon ganz gut verständigen und kleine Gespräche
führen. Ich bin wirklich gespannt was mich hier noch
erwarten wird und ich bin mir sicher das ich viel lernen werde.
Bis zum nächsten Monat. Larevedere .
Lisa
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