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Liebe
Familie, Freunde und Spender?....
Ein
aktueller Bericht von Anne Wagner / Dezember 2006
Wieder einmal ist es Zeit für einen Bericht
von meiner Arbeit!
Vor Weihnachten war alles ziemlich hektisch und ich musste mich
um relativ viel kümmern.. Da ich über Weihnachten
nach Hause fahren wollte , musste das Zugticket gekauft werden
und einen Möglichkeit gefunden werden wie ich Bahnhof in
einer entfernten Stadt kommen sollte?außerdem jeden Tag
den Weihnachtskalender für die Kinder Basteln, die Texte
vorlesen üben und die Figur basteln, möglichst noch
eine Nachmittagsaktivität für die Kinder ausdenken
und vorbereiten! Natürlich forderte auch der Haushalt seine
Zeit. Aber es war auch eine sehr schöne Zeit, in denen
die Kinderaugen oft glänzten und sie fröhlich gestimmt
waren und man ihnen die Aufregung über das bevorstehende
Fest anmerken konnte! Für sie gab es mehrmals Weihnachten?
Einmal gab es von einen Spielzeuggeschäft Geschenke, diesmal
nicht nur Süßigkeiten sondern auch für jeden
Jungen ein großes Spielzeugauto , ein Malbuch und kleine
andere Sachen, für jedes Mädchen anstelle des Autos
eine Puppe?Sie freuten sich sehr und spielten den ganzen Tag
mit ihren neuen Errungenschaften! Doch konnten sie mir ihrem
neuen Eigentum nicht vorsichtig umgehen und am späten Nachmittag
waren die ersten Autos schon kaputt und lagen im Papierkorb?Das
gab mir schon einen Stich und ich fragte mich, warum sie mit
ihren eigenen Sachen so umgehen? Ich bin zu keinem richtigen
Ergebnis gekommen. Sie haben es wahrscheinlich nie gelernt mit
Eigentum umzugehen?
Eine kleine Story die zeigt, dass auch Erwachsene damit ein
Problem haben( natürlich auch nicht alle)Eine Familie hatte
sich ein neue Schrankwand gekauft, sie passte nur nicht durch
die Tür, also wurde postwendend die Türschwelle mit
dem Hammer rausgeschlagen damit die neue Schrankwand durchpasste?Nur
war jetzt die Türschwelle im Eimer?
Als sie realisierten, dass ich bald für 2 Wochen nach Hause
fahren wollte, sagte der eine Junge er würde weinen wenn
ich wegfahre?wauw war das ein GefühlJDa hab ich mich echt
gefreut? Viele baten mich auch dazubleiben und nicht wegzufahren?Natürlich
fuhr ich trotzdem.
Dafür war das Wiedersehen um so schöner?Mein Name
wurde laut gerufen, die Kinder sprangen an mir hoch drückten
und küssten mich?Sie freuten sich sehr!
Dann zog auch schnell wieder der Alltag ein! Eine Woche lang
lag bei und Schnee, sodass ein Erzieher und ich mit den Kindern
zusammen Schlittenfahren waren! Endlich mal austoben?
Wir bauten einen großen Schneemann zusammen und dann noch
einige ganz kleine für auf die HandJSie rodelten in der
Kette und alleine! Beim Rodeln in der Kette liegt der auf dem
forderten Schlitten auf dem Bauch und hackt seine Beine in den
anderen Schlitten ein! So fährt man dann den Hang runter?Ehrlich
gesagt tat mir diese Art schon vom hingucken wehJSie benahmen
sich wirklich gut und hörten.
Der Schnee ist schon wieder getaut und es herrschen eher frühlingshafte
Temperaturen.. Schade, wo ich doch gerne mal einen richtigen
harten Winter mitmachen wollteJ na ja vielleicht kommt es ja
noch?
Aber es gab auch schon wieder Situationen in denen ich einfach
vollkommen überfordert war, die zuständigen Erzieher
gingen einfach schnell einkaufen und ich war mit 12 Kindern
alleine?Sie taten alles das, was sie nicht dürfen und ich
versuchte sie nun davon abzubringen um mir die vorwurfsvollen
Blicke und Worte der wiederkehrenden Erzieherinnen zu ersparen?sinnlos!!!
Manchmal denke ich, es liegt an mir wenn die Kinder nicht auf
mich hören, aber die Kinder hören auch auf die Erzieher
nicht wirklich, nur wenn sie härtere Methoden anwenden.
In solchen Situationen, wo sie auch nicht auf die Erzieher hören
freue ich mich insgeheim und es beruhigt michJ
Zur Zeit funktioniert es relativ gut mit den Kindern. Ich glaube
das Geheimnis liegt darin, sich gerade mit den Kinder, die einen
am meisten ärgern und nicht hören, liebevoll zu beschäftigen!
Sie auf den Schoss nehmen, kuscheln und manchmal auch ein bisschen
zu bevorzugen! Denn ich habe das Gefühl, dass ihnen gerade
das fehlt. Wenn ich das mache sind sie auf meiner Seite und
hören dann schon mal eher! Dann tut eine Strafe auch mehr
weh und man behält sie sich länger?
Mal sehen wie lange das noch so geht?Die Launen ändern
sich manchmal schneller als man gucken kann..
Trotzdem macht es mir spaß mit ihnen und ich mag sie so
sehr, eben weil ich ihre Not sehe?
Ich weis , dass Gott diese Kinder liebt egal was sie tun, dass
möchte ich ihnen gerne zu verstehen geben und ihnen zeigen!
Liebe Grüße
Bis bald
Anne
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