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Danke, liebe Moneckes! ...
Ein aktueller Bericht von Julia Wißmüller / September 2007

Das ist also mein letzter Monatsbericht den ich schreiben werde. Seit heute morgen bin ich wieder in Deutschland. Doch bis ich hier richtig ankomme, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Wie schön war doch dieses Jahr in Petrila. Für mich war es ein richtig segensreiches Jahr, so dass mir die Worte fehlen um es richtig auszurücken. Gott hat mich so viel gelehrt. Es war nicht immer leicht, aber Gott war da und trug mich durch. Viele Dinge werde ich sehr vermissen: die Augenblicke in denen alle Kinder auf einmal und von allen Seiten "Julia" riefen. Die Stunden in denen Casian und ich durch die Straßen sparzierten, die Schweine besuchten um zu sehen ob sie dreckig sind oder einfach nur singend unsere Wege gingen. Im Sommer das Baden im Fluss Jiet um halbwegs mit der Hitze klarzukommen. Die Stunden in denen wir viele Uno und Mensch-ärgere-dich-nicht spielten. Die Zeiten in denen Cristina und Daniel sich auf die Schule vorbereiteten. Die Ausflüge mit der Familie in die Bergen. Im Winter das Schlitten fahren und durch den Schnee stapfen. Den Nachbarn der mir immer wenn die Familie unterwegs war, Gras für die Hasen mähte. Die gesegneten Gottesdienste in Petrosani. Die Fahrten mit dem Maxi-Taxi nach Petrosani um dort Daniel in die Sportschule zu bringen oder den Gottesdienst zu besuchen. Die Fahrradfahrten mit den Kindern. Das Baden der Kinder im Sommer in unserem Bach und Teich mit ihrem kleinen Boot und als die Nachbarskinder alle zum Zusehen kamen. Der wöchentliche Badetag am Samstag.... Wie vieles haben die Kinder doch in dieser Zeit gelernt. Nachdem Rebeca nun das erste Schuljahr absolvierte, kann sie nun gut lesen und rechnen. Auch Cristina und Daniel können schon etwas rechnen. Sie hatten ja auch gestern ihren ersten Schultag. Casian ist mehr oder weniger sauber geworden, spricht wunderbar Deutsch. Emanuel kann nun alleine Fahrradfahren, und, und und.... Es gibt sicher auch landestypische Sachen die ich vermissen werde: Wenn die Leute einfach immer Zeit haben, die Straßen mit ihren Löchern und die typischen Bahnübergänge, das leckere Zacusca, die Lagerfeuerabende wann und wo man will, die wunderschöne Sprache, ... Alles in allem kann ich sagen, dass es für mich ein großes Privileg war, dass ich ein Jahr in Petrila wohnen und arbeiten durfte, dass ich die Familie und Kinder ein Jahr lang belgeiten durfte. Danke, liebe Moneckes!

 
 
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