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Bei
der ersten Pause zog der Busfahrer erstmal die Schrauben am
Rad nach...
Ein
aktueller Bericht von Julia Wißmüller / Juni 2007
Schon wieder ein Monat vorbei! Nun stehen wir
kurz vor den Sommerferien. Die Kinder haben nur noch diese Woche
Schule und Kindergarten. Danach sind drei Monate Sommerferien.
Ich finde das schon sehr lang, vor allem wenn ich daran denke,
dass mir die sechs Wochen Sommerferien in Deutschland schon
immer gereicht haben. Diese Woche war deshalb Abschluss der
Sportschule von Daniel. Für Daniel und Cristina sind nun
auch die letzten paar Tage im Kindergarten, denn im September
kommen die beiden in die Schule. Daher bereiten wir uns gemeinsam
darauf vor. Seit wir mit einer regelmäßigen Vorschulstunde
im Herbst begonnen haben, haben die zwei schon große Fortschritte
gemacht. Am Samstag war ich mit Dorina und ihrer Schule auf
einem Ausflug. Wir fuhren nach Sibiu, der europäischen
Kulturhauptstadt, und danach ins Fagaraschgebirge. Das war sehr
schön. Sibiu könnte man mit einer deutschen Stadt
verwechseln. Dort haben sie vieles neu hergerichtet. Im Fagaraschgebirge
fuhren wir die Straße bis zur Seilbahnstation hoch. Die
Straße geht 2000 m hoch und erst Ende Mai wird diese vom
Schnee und umgefallenen Bäumen befreit. Doch als wir dort
waren, war ein Stück noch geschlossen. Daher fuhren wir
mit dem Seilbahn hoch. Was haben wir doch für einen wunderbaren
Schöpfer: Berge, Schnee, Seen, Blumen, usw. All das konnten
wir bestaunen und genießen. Doch wenn ich so überlege
war eigentlich die Busfahrt am Spannensten. Es fing gleich am
Anfang mit den Regeln für die Klassenfahrt an. Diese wurden
laut verlesen. Bei der einen musste ich dann doch lachen. Ich
konnte schon verstehen, dass Alkohol verboten war, außerdem
sollte im Bus nicht geraucht werden. Aber dass im Bus keine
Sonnenblumenkerne gegessen werden dürfen, das fand ich
dann doch sehr amüsant. Diese Regel kann man erst dann
verstehen, wenn man weiß, dass Rumänen eben gerne
Sonnenblumenkerne essen und diese Schalen viel Dreck machen.
Bei der ersten Pause zog der Busfahrer erstmal die Schrauben
am Rad nach. Und als wir ins Gewitter kamen, regnete es ein
einer Stelle rein. Vorne war jedoch Hightech: ein Naviagationssystem,
ein Radarerkennungssystem und ein DVD-Player. Auf der Fahrt
kamen einige Schüler so richtig in Fahrt und fingen an
im Gang zur Musik zu tanzen und zu kreischen. Danach gabs noch
einen Horrorfilm, den ich glücklicherweise verschlafen
habe. Es war wirklich ein sehr schöner Ausflug. Übermorgen
werde ich dann schon wieder unterwegs sein in Richtung Siebenbürgen.
Darauf freue ich mich schon, denn ich gehe zum Praktikantentreffen.
Ich bin schon mal gespannt, was die andern so alles erzählen
werden.
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